Philipp Nitzsche

 

 

 

 

 

 

Uhrmachermeister und

Uhrmacher aus Leidenschaft!

 

 

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Werte Freunde der Uhrmacherei, der Frühling ist weit fortgeschritten und wir steuern auf den Sommer zu. Das ist für mich immer wieder eine besondere Zeit, wo auch Uhren für den maritimen Bereich interessant werden. Die Leute haben oft eine besondere Beziehung zu Ihren Schiffsuhren. Selbst wenn Sie kein Boot mehr haben, so hängt meist noch die Schiffsuhr im Wohnzimmer. Mein bester Freund ist ein riesen Fan von dem Film: "Jagd auf Roter Oktober". Als er sich ein IF-Boot kaufte, wurde dieses dann auch tatsächlich mit dem Namen "Roter Oktober" getauft. Eines Tages hatte ich die Idee für seinen Geburtstag und schenkte Ihm eine russische U-Bootuhr. Das ist unverwüstliche Technik, mit Dichtungen und einen gut gearbeiteten Uhrwerk. Mann kann die Uhr sehr bequem abnehmen und sichern. Im Winter hängt die Uhr an einer Platte in seiner Wohnung und im Sommer ist die Uhr auf seinem Boot mit dabei. Eine Zeit lang gab es sogar Roter Oktober Bier auf seinem Boot zu trinken, leider gibt es das Bier nicht mehr. Aber sein Boot ist heute noch ein Blickfang, wenn er damit in Berlin unterwegs ist.
Werte Freunde der Uhrmacherei, es gibt bei Arte eine wunderbare Filmreihe zu sehen: In dieser Filmreihe sieht man Karl Lagerfeld, wie er seine Entwürfe zu Chanel bringt und sich eine Maschinerie aus vielen Näherinnen und Zulieferbetrieben in Bewegung setzt. In der Welt der Uhrmacherei war dies früher ähnlich! Da gab es viele Zulieferer, die in der Uhrenbranche unverzichtbar waren: Etuimacher, Vergolder ,Graveure, Gehäusemacher, Guillocheure etc. Da ich mich sehr für die Verzierung von Uhrwerken interessiere, lag es auch irgendwann mal nahe, sich das Guillochieren anzuschauen. Das Guillochieren ist eine spezielle Art der Gravur. Die Guilloche ist ein spezielles Muster, ein Ornament, aus mehreren ineinander verwickelten und überlappenden Linienzügen. Die einzelnen Linien bilden dabei schnurartige, oft asymmetrische, geschlossene Ellipsen oder Kreisbahnen. Es juckte mir immer mehr in den Fingern und so hab' ich mich dort einfach mal mit einer Anfrage an die Projektleiterin, Frau Andrea Grimm, gewendet. Frau Grimm empfing mich mit offenen Armen und so hab' ich mich mit zwei befreundeten Uhrmachern dort zum Seminar angemeldet. Wir nahmen uns eine Woche Urlaub und konnten uns hier mal richtig ausleben. Frau Grimm hat sich wunderbar um uns Uhrmacher gekümmert, die Maschinen, deren Einrichtung und Handhabung erklärt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich konnte meinen Horizont wieder ein Stück erweitern. Auf jeden Fall,werde ich nochmal wieder kommen und dieses Thema weiter verfolgen. 2015 wurde das vom Museum ins Leben gerufene Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung“ von der Deutschen UNESCO-Kommission in das Register guter Praxisbeispiele zur Bewahrung immateriellen Kulturerbes aufgenommen. So wird auch immer mehr klar, wie wichtig und erhaltenswert diese alten Handwerkstechniken und Maschinen sind. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Frau Grimm und ihren zwei lieben Mitarbeiterinnen für diese unvergessliche Woche bedanken.

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