Werte Freunde der Uhrmacherei,

als Uhrmacher ist man oft auch Entdecker: Neulich bin ich eine Sammlung von tollen alten Armbanduhren durchgegangen und hab bei dieser Zentra einen tollen Schutz für das Uhrwerk gefunden.

Es handelt sich um eine Kapsel mit einer Scheibe aus Zelluloid, das Uhrwerk dieser Uhr sieht toll aus und es läuft auch noch gut. Bei einer so alten Uhr kann sich so ein Zustand echt sehen lassen.

Das Grundkaliber zu dem Zentra 480 ist übrigens ein Bidlingmaier 10½.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich bin ja stolzer Besitzer eine wunderschönen und sehr gepflegten Schaublin 102.
 
Leider ist der Antrieb noch nicht da. Ich bin ja ein junger Uhrmachermeister, da muss man auch sich Stück für Stück vorarbeiten.

Meine Maschine steht auf einem tollen, sehr leichten Gestell aus Mahagoniholz, dies war mal ein Geschenk von Alexander Strigun, einem berühmten Sekundenpendeluhrbauer aus Berlin.

Die Spannzangen haben hier schon ihren Platz gefunden. Im nächsten Jahr wird sicherlich auch ein Motor dazu kommen und dann kann es richtig losgehen.

Nun wollte ich aber gerne ein ganz altes Stück Sechskantmessing in handliche kleine Stücke vorarbeiten, damit ich die Endbearbeitung in meiner WW Lorchuhrmacherdrehbank fertigstellen kann.

Zum Glück ist mein bester Freund auch Besitzer einer Mechanikerdrehbank, einer Myford ML7. Diese Maschine hat sein Großvater sich in den 60er Jahren neu gekauft.

Mein Bester Freund ist gerlernter Industriemechaniker und hat die Maschine komplett überholt. Es ist das Bett neu geschliffen und die Hauptspindel ist neu gefertigt. Die Weißmetalllagerschalen hat er gegen welche aus Bronze getrauscht.

Für mich ist es immer wieder eine große Ehre,wenn ich an diese Maschine darf.

Wie kann ein Großvater besser in Ehren gehalten werden?

Wir beide wissen: Er würde sich über die gute Pflege zu seiner Maschine riesig freuen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

seit vielen Jahren arbeite ich immer wieder an meiner geliebten Rochlitz Turmuhr.
 
Die Uhr ist in einem sehr schlechten Zustand gewesen. Hier sind einige Tausend Stunden Arbeit zu investieren, entsprechend arbeite ich seit Jahren immer wieder an der Uhr.


Dieser Anschlag vom Windfang war total verrostet und eine Funktionsfläche hatte eine deutliche Abnutzung. Ich habe hier Material ausgeschweißt und die Stelle verschliffen.

Nun ist die Funktionsfläche wieder intakt.

Auf den Bildern können Sie gut die vielen Rostnarben auf dem Bauteil sehen und die Reparatur im Vorgang.
 
Wenn die Uhr mal wieder laufen wird, dann wird man ihr noch deutlich ihr Alter ansehen können.

So kann ich die Uhr dann wenigstens auch laufen lassen und vorführen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

zu den Taschenuhren gab es auch viele wunderbare Taschenuhrenketten zu kaufen, da gibt es wunderbare Designs.

An dieser Stelle möchte an dieses wunderbare Zubehör erinnern.

Meist werden Taschenuhrketten übersehen, was ich sehr schade finde...

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

eine liebe Arbeitskollegin hatte zum Ende des Septembers Geburtstag.

Sie liebt schlichte Designs, da habe ich ihr diese alte Junghans Meister Max Bill aus meinem Fundus her gerichtet.

Das Uhrwerk habe ich überholt und das das Gehäuse leicht poliert. Die eine oder andere Blessur sieht man der Uhr noch an, aber das ist bei dem Alter von über 50 Jahren authentisch.

Die junge Dame sieht fantastisch mit der Uhr aus und mir macht der Anblick jedes Mal eine riesen Freude.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in diesem Beitrag möchte ich mal auf die unglaubliche Vielfalt der Uhrenschlüssel hinweisen.

Die gibt es in den unglaublichsten Formen und Eigenschaften.

Ich kann hier nur einen sehr kleinen Bruchteil davon zeigen, aber es macht auf jeden Fall Spaß, seinen Blick darüber schweifen zu lassen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

meine Turmuhr kommt Stück für Stück wieder auf die Beine.

Nach 120 Jahren hat mal wieder jemand die Hohltriebe auseinander gebaut.

Die Triebstöcke waren fast bis zur Hälfte eingeschlagen, auch war hier die Oberfläche durch Rost zerfressen. Die Triebstöcke sind Verschleißteile, wie Bremsbeläge bei Autos.

Die alten Schalen der Hohltriebe habe ich trowalisiert. Dies ist ein schonendes Verfahren. Manch einer schleift an solchen Stellen rum, ich versuche sowas zu vermeiden.

Hier können Sie die Schalen vor und nach der Behandlung sehen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt bei Flume wieder den Jubiläumkatalog von 1912 als Reprint zu kaufen. Dieses Werk kann ich wirklich jedem Uhrmacher ans Herz legen!
 
Es hilft enorm dabei verschiedenste Uhrmacherwerkzeuge aus vergangenen Tagen zu erfassen und deren Funktion zu verstehen. Es gab damals für die verschiedensten Anwendungen Werkzeuge und Vorrichtungen, die heute in Vergessenheit geraten sind. So findet man in dem Buch auch viele Anregungen zum Nachbau von Werkzeugen.

Das Buch gibt es vereinzelt noch antiquarisch zu kaufen aber diese Exemplare sind sehr alt und vertragen eine übliche Handhabung nicht mehr gut.

Es ist wunderbar, dass das Unternehmen Flume dieses alte Werk mit Michael Stern vom Historische-Uhrenbücher-Verlag wieder raus gebracht hat.

Sage und schreibe 1148 Seiten umfasst das 3,5 Kilo schwere Buch!

Über viele Berufsjahre hinweg, vom Junguhrmacher bis zum Friedhofsgemüseschrauber, ist das Buch ein sehr nützlicher Begleiter.

Also dann: Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schmökern!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

immer wieder mal habe ich alte Uhrmacher nach der Übergangszeit von der mechanischen Uhr zur Ouarzuhr gefragt und oft wurden dann die Uhren mit Elektromotor oder Stimmgabelantrieb erwähnt.

Gerne haben die Uhrmacher aber nicht diese Uhren gemacht. Diese Technik ist toll und faszinierend aber wartungsintensiv, dies wird damals nicht jedem Kunden geschmeckt haben.

Ich habe wirklich einige Jahre darauf gewartet, dass mir mal sowas über den Weg läuft - und neulich war es endlich soweit: Eine alte Laco Electric konnte ich in einem Konvolut von einer Uhrmacherwitwe erstehen.

Diese Uhr hat mit Sicherheit einige Jahrzehnte keinen Dienst mehr versehen dürfen. Die Batterie war schon ausgelaufen, hat aber glücklicher Weise das Werk nicht zerstört. In der Uhr arbeitet ein Durowe Kaliber 861. Es handelt sich hier um das erste deutsche elektromechnische Armbanuhrwerk. Später wurde dann das Werk unter der Bezeichnung M67 mit Timex-Schriftzug weiter gebaut.
 
Die Uhrwerke mit dem Laco-Schriftzug wurden nur von 1961 bis 1962 gebaut!

Nach einer gründlichen Reinigung dann der spannende Moment: Würde diese Uhr wieder laufen?

Und wie sie wieder läuft! Es ist unglaublich, man kann die Uhr auf einer Zeitwaage einregulieren und sie läuft sekundengenau!

Aber Vorsicht: An dem Unruhmotor ist ein Goldkontakt - und wenn dieser durchgeschliffen ist, dann muss der Unruhmotor komplett getauscht werden. Die Ersatzteile für diese Uhr sind rar aber ab und zu noch zu bekommen.

Für eine Uhrensammlung mit technischen Raffinessen sollte so eine Uhr auf keinen Fall fehlen.
 
Ich habe für Sie auch ein kleines Video von der Uhr gemacht:

Ich jedenfalls hab' einen riesen Spaß mit der Uhr:

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

kennen Sie von der Band STS den Song "Großvater"? Es geht in dem Lied um wunderbare Erinnerungen an den Großvater.
 
Diese Heuer Carrera wurde einem Freund von seinem Großvater 1998 geschenkt. Dieser Mann hat die Uhr zu seiner Pensionierung von Thyssenkrupp bekommen. Zu besonderen Anlässen wird die Uhr getragen und geliebt.

In der Uhr tickt ein Valjoux 92, es handelt sich dabei um ein sehr robustes Chronographenwerk mit Handaufzug.

Ich habe hier das Federhaus, das Sekundenrad und das Ankerrad erneuert. Die Uhr wurde gründlich gereinigt und neu geölt, äußerlich sollte die Uhr so bleiben, wie sie vom Großvater überreicht worden ist.

Für mich war es sehr schön, ein paar Geschichten über diesen Großvater zu hören. Solche Arbeiten liegen mir besonders am Herzen.

Diese Uhr kann mit Ihrem Besitzer eine Geschichte preisgeben, was kann es für einen Uhrmacher schöneres in dieser Welt geben?

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt Uhren, die drehbare Lünetten haben. Hier ist es nicht immer einfach, diese für Arbeiten am Gehäuse zu entfernen.

Mit dem neuen Lünettenabheber, den es bei Eichmüller zu kaufen gibt, kann man viel machen.

Wir haben in der Werkstatt auch die Lünettenabheber von Bergeon, die sind auch sehr gut.
 
Dieser hier hat einen tollen Griff und man kann super zupacken.
 
Eine super Ergänzung zum alt bewährten Werkzeug!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich bin ja Vollzeit bei einem Startup in Berlin als Uhrmacher angestellt.
 
Neulich hat unser Fotograf zu einem kleinen Pokerturnier im Konferenzraum geladen.
 
Ich habe zwar nicht bei dem Turnier mit gemacht aber ich habe dieses Mal einen kleinen Preis für den Gewinner gestiftet.

Es handelt sich um eine alte Sprungdeckeltaschenuhr aus den 30er Jahren.

In der heutigen Zeit ist es wirklich wichtig, sich im Arbeitsleben eine Gemeinschaft zu bewahren.

Ich mag diese Art des Arbeitens sehr, mal sehen was die Zukunft so mit sich bringt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich Ihnen eine ältere Tudor zeigen.

Diese Uhr hat ein ETA 7750 mit Kif-Stoßsicherungen. 1995, wo diese Uhr gebaut wurde, da gab es noch das alte Kugellager für die Rotoren. Dieses Kugellager wurde mit dem Rotor vernietet. Später baute man dann ein Kugellager, was man mit einem Bajonettverschluss auswechseln konnte.

Nun gibt es leider seit einigen Jahren das Kugellager der alten Bauform nicht mehr zu kaufen und es muss eine andere Lösung für das Problem her.

Viele Hersteller haben auf das Problem reagiert und bieten Austauschrotoren an. Diese sind vom Hersteller entsprechend veredelt und graviert und machen so eine Instandhaltung bedeutend einfacher.

Bei dieser Uhr zeige ich Ihnen also den Generationswechsel eines Rotors. Der alte Rotor, oder auch Schwungmasse genannt, wird dem Kunden mit zurück gegeben. So kann man die Uhr nutzen aber auch immer im Originalzustand präsentieren.

Die Uhr trägt der Kunde seit über 20 Jahren sehr gerne, Sie ist ein Teil von Ihm geworden.

So darf dieser Zeitmesser auch weiterhin ein treuer Begleiter bleiben.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

einmal im Jahr sammelt sich im schönen Schwarzwald eine ganz besondere Energie: Dann treffen sich viele Uhrenfreunde und Uhrmacher aus aller Herren Länder um Ihrer gemeinsamen Leidenschaft zu fröhnen. Es ist die Zeit im Jahr, wo man unter seinesgleichen sein kann und sich exzessiv der Uhrmacherei hingeben kann.

Ich habe eine weite Anreise aus Berlin aber bei so viel Vorfreude vergeht die Reise wie im Flug. Gefahren wird von Berlin bis Offenburg und dann steige ich auf die Schwarzwaldbahn nach Triberg um. In Triberg hat die letzten Jahre ein ganz lieber Berufsschullehrer mit seinem VW Bus auf mich gewartet.
 
Und auch wenn man sich nur einmal im Jahr richtig sieht, so ist immer eine große Vertrautheit unter den Leuten da. In diesem Jahr haben zwei Damen die Organisation der Uhrenbörse übernommen und dies haben Sie mit großem Erfolg bewältigt.

Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es weiter gehen kann: Im letzten Jahr verabschiedete sich Herr Barthillat in den Ruhestand, er hatte viele Jahre für den Fortbestand der Uhrenbörse gesorgt.

Und wenn dann Abend am Stammtisch vom Uhrenwerkstattforum die jüngsten Uhrmacher in Ausbildung neben den ältesten Uhrmachern der Zunft einträchtig sitzen und sich auch austauschen, dann wird mir ganz warm ums Herz.

Ganz besonders toll war es, meine designten T-Shirts in Aktion sehen zu dürfen. Einen Träger durfte ich auch offiziell für meinen Blog fotografieren. Und so löst sich dieser Zauber nach 3 Tagen wieder in Luft auf.

Man fährt mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause und kann mit neuen Inspirationen an die Arbeit gehen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

im Arbeitsalltag habe ich sehr viel mit den Uhren von Rolex zu tun. Die Uhren sind immer sehr durchdacht und von hoher Qualität, auch kann man diese Uhrwerke toll wieder instand setzen.

Wirklich wichtig bei diesen Uhren ist die Rotorachse! Ist diese abgenutzt, dann wird sich der Rotor immer mehr zur Seite neigen können. Irgendwann klappert es dann beim Tragen der Uhr fürchterlich im Inneren, und der Rotor beschädigt die Zierschliffe des Uhrwerkes.

Auf einem der Bilder können Sie die alte, ausgebaute Rotorachse und die neu vernietete Rotorachse im Rotor sehen.

Diese Uhr ist um die 40 Jahre alt und ist immer noch ein zuverlässiger Begleiter im Alltag.

Hier haben wir die Nachhaltigkeit, die wir für unsere Umwelt benötigen, damit auch unsere Kinder was von der Erde haben.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Perlmutt ist ein fantastisches Naturmaterial. Es zeigt je nach Lichteinfall die wunderschönsten Farben.

Ich habe mir einen kreativen Wunsch erfüllt und eine Damenuhr mit einem Blatt aus Perlmutt gebaut.

Diese feine Damenuhr hat einen Durchmesser von 32mm und einen Bandanstoß von 16mm.

In der Uhr tickt ein ETA 2671 Automatik Uhrwerk, das man durch den Glasboden bei der Arbeit bestaunen kann.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

an dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die Erhaltung von Goldtaschenuhren brechen, diese sind nämlich zusehends vom Aussterben bedroht.

Ich habe zu viele Goldgehäuse in den Schmelzofen wandern sehen. Es ist wirklich schade. Meistens ist der Wert dann gar nicht so hoch, wenn man das Uhrwerk raus nimmt und die Anbauteile abnimmt. Dann hat man ein paar wenige hundert Euro in der Hand, aber ein Stück Familiengeschichte ist dann für immer futsch.

Diese Uhr habe ich von einem kürzlich verstorbenen Uhrmacher erworben. Es ist eine wunderschöne Sprungdeckeltaschenuhr mit einem fantastischen Gehäuse.

Man muss sich vor Augen halten, dass diese Uhr über 100 Jahre alt ist. Die Uhr ist gut erhalten und macht mir eine sehr große Freude.

Beim Gang in die Oper wird sie mein Begleiter sein.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

mich hat neulich von einem befreundeten Uhrmacher aus Schwenningen eine alt beklagenswerte GUB Uhr erreicht. Diese Uhr hatte klein Glas mehr, das Zifferblatt war zerkratzt, die Zeiger eingedückt. Das Uhrwerk selbst hatte auch schlimme Schäden.

Es ist die Uhr von seinem Opa aus Hoyerswerda und er möchte diese doch so gerne zur Hochzeit tragen.

Ich gab mein Bestes und habe dieser Uhr wieder neues Leben eingehaucht.

Das Zifferblatt sieht immer noch nicht so gut aus, aber die Zeiger konnte ich halbwegs richten und mit neuer Leuchtmasse belegen. Eine neue Krone fand sich auch. Diese ist etwas zu groß aber dafür im passenden Goldton zum Gehäuse. Ein neues Glas fand sich dann auch. Bei dem Uhrwerk war der Lagerstift vom Wechselrad quasi nicht mehr vorhanden, dieser wurde von mir erneuert.

So kann er diese Uhr wieder tragen und sie wird Ihn zur Hochtzeit gut begleiten können.

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Werter Freunde der Uhrmacherei,

Uhrmacher ist ja der Beruf der 1000 Werkzeuge.

Das dieses Vorurteil absolut zutreffend ist, stelle ich in meinem Blog auch immer wieder mal gerne Uhrmacherwerkzeuge vor.

Gerade wenn ein Großuhrwerk wieder in ein Holzgehäuse eingebaut werden soll, dann ist dieses Werkzeug sehr hilfreich.

Dieser Schraubendreher ist vorne geteilt, man kann mit einem Schieber eine Schraube im Schlitz halten.

Vorher habe ich mich da immer mit Draht und Ösen versucht und auch so manches Mal geflucht. Seitdem mir dieses Werkzeug über den Weg gelaufen ist, habe ich an dieser Tätigkeit bedeutend mehr Freude.

Der Schraubendreher ist ca 80 Jahre alt aber immer noch gut im Gebrauch.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

früher sind Uhrmacher immer in Anzug und Weste unterwegs gewesen, in manchen Geschäften wird dies auch heute noch so gehandhabt.

Aber es gibt auch Uhrmacher, die gerne mal legerer unterwegs sind.

Ich habe mir ein kleines Konto bei Spreadshrit eingerichtet, hier biete ich Bekleidung mit Motiven aus der Uhrmacherei an.

Das ist schon etwas verrückt aber welcher Uhrmacher ist schon normal, ha ha.

Schauen Sie doch mal rein, ich würde mich sehr freuen:

https://www.spreadshirt.de/user/Philclock

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

für mich ist es immer wieder wichtig, die Damen nicht zu vernachlässigen.
 
Ich wollte schon immer eine Uhr mit einem Zifferblattausschnitt machen.

Bei dieser Damenuhr ist der Bereich, wo die Unruh läuft, skelettiert. Hier kann man dem Herz der Uhr beim Schlagen zusehen.

Die Uhr hat einen  Durchmesser von 37 mm und einen Bandanstoß von 18 mm.

Das Uhrwerk habe ich veredelt und die Teile vergoldet.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

zu einem Meister gehört auch immer ein Meisterstück, es ist eine Zulassungsvoraussetzung zur praktischen Meisterprüfung.

In der praktischen Meisterprüfung muss man dann für das Meisterstück Teile neu anfertigen. Diese muss man im Vorfeld als Projekt beim Meisterprüfungsausschuss einreichen.

Diese Uhr ist in Anlehnung an die vielen tollen Turmuhren aus dem Hause Rochlitz entstanden. Damit man gut an die Zahnräder ran kam, waren diese Horizontal angeordnet.

So habe ich es auch mit meinem Meisterstück gehandhabt.
 
Das Echappement ist mit einem Schwanenhals ausgestattet und veredelt. Die Räder sind in Rubinen und Neusilberlagern gelagert. Der Sockel ist aus Granit geschliffen und poliert. Die Glashaube hat mir ein lieber Glasermeister aus Berlin Wedding gemacht.

Ich liebe diese Uhr sehr, sie ist mein Wegbegleiter auf meinem Uhrmachertisch und ein Taktgeber für meine Projekte.

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Ja da ist er also, mein Meisterbrief.

Ich habe 4 Jahre für dieses Papier gekämpft.

Die Entbehrungen waren recht hoch, so hab' ich in der Anfangszeit einen Arbeitgeber gehabt, der mir die Zeiten bei Meisterkursen vom Gehalt abgezogen hat.

Manchmal wusste ich nicht, wie ich die Miete bezahlen soll, ohne die Hilfe meiner Familie wäre es sehr schwer gewesen, das alles hin zu bekommen.

Mit einer Prüfungskomission kam ich nicht klar. Ich empfand das Verhalten dieser Leute als willkürlich und entschloss mich dann zu einer radikalen Entscheidung.

Zu meiner allergrößten Erschütterung musste ich dann bei einer anderen Handwerkskammer feststellen, dass das geforderte Meisterstück von der ersten Handwerkskammer nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprach. Es wird ausdrücklich eine Großuhr gefordert und eben keine Armbanduhr. Ich musste dann nochmal ein Meisterstück bauen und nochmal viel Geld für die ganzen Materialien in die Hand nehmen.

Nachdem 2016 die Prüfung mit dem neuen Meisterstück angeschlossen war, war ich komplett ausgelaugt. Ich trat eine neue Arbeit bei einem Startup in Berlin an und beschäftige mich seit dem mit der Instandsetzung von hochwertigen Armbanduhren.

Dieses Unternehmen hat mir dann die letzten 2 Teile finanziert. Für diese große Hilfe bin ich sehr dankbar!

Meister ist, wer 4 Prüfungen abgelegt hat:

Teil 1: Theorethische Kentnisse
Teil 2: Fachpraktische Kentnisse
Teil 3: Betriebswirtschaftliche Kentnisse
Teil 4: Pädagogische Kentnisse (AEVO)

Mit Erhalt des Meisterbriefes ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Dieses Schriftstück ist auch eine Verpflichtung: Ich arbeite jeden Tag daran, dieser optimal gerecht zu werden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

von einem verstorbenen Uhrmacher konnte ich eine Kiste Uhrenteile erstehen.

Darunter war auch eine kleine Kiste mit alten Uhren. Alle Uhren waren in einem sehr schlechten Zustand und sicherlich zum Ausschlachten vorgesehen.
 
Aus dieser Kiste schaute mich ein alter Chronograph an.

Ich hab mir daraus einen Spaß gemacht und dieser sehr alten Uhr wieder neues Leben eingehaucht, wie viele Jahre mag es wohl her gewesen sein, dass diese Uhr im Einsatz war?

Der Uhrmacher ist jedenfalls schon 5 Jahre tot und war davor fast 20 Jahre im Ruhestand.

Es war sehr viel Arbeit, dieser Uhr wieder ein zweites Leben zu schenken. Das Landeron 248 Uhrwerk wurde komplett instand gesetzt und das Gehäuse wurde leicht poliert und neu vergoldet. Das Zifferblatt wurde vorsichtig gereinigt und das Glas wurde erneuert.

Mit einem schönen neuen Uhrenarmband von Happel schaut diese Uhr wieder richtig schmuck aus. Es ist, als würde man einer alten, lachenden Dame ins Gesicht schauen: Überall sind Altersflecken und Falten aber dennoch macht es Spaß, diese Lebensfreude zu sehen.

Diese Uhr ist fast 70 Jahre alt, also: dafür kann sich das gute Stück doch sehen lassen!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich mal eine Uhr, die mir viele Rätsel aufgibt, zeigen.
 
Es handelt sich hier um ein altes Meisterstück eines Uhrmachers aus den 60er Jahren.
 
Diese Uhr wurde nie fertig gestellt und wartet seit 50 Jahren darauf, zum Leben erweckt zu werden.

Derzeit suche ich noch nach dem Grundwerk zu dieser Uhr. Es würde mir die Arbeit hier wesentlich einfacher machen. Gerade bei den Dimensionen des Plateaus hab ich leider nicht viel Spielraum. Der Durchmesser des Federhauses beträgt stattliche 24,20 mm!

Wenn ich diese Uhr so betrachte, dann frage ich mich immer wieder, was wohl damals passiert ist. Die Meisterausbildung hat damals schon ein unglaubliches Geld gekostet und diese Uhr ist schon sehr weit voran geschritten.

Sicherlich steckt hier eine Tragödie dahinter.

Sowas macht mich immer nachdenklich. Lebt die Person noch? Denkt die Person noch ab und zu an das Meisterstück? All diese Fragen werden mir wohl nie beantwortet werden können.

Auch ist es sehr schwer überhaupt Informationen über diese Meisterstücke zu erhalten: Die meisten Uhrmachermeister aus dieser Zeit sind tot, dement, nicht zu finden oder schon lange nicht mehr am Beruf interessiert.

Ich gebe aber nicht auf: Irgendwann schnappe ich zu und finde das letzte Puzzelteil dazu!

Dann werde ich hier wieder über das alte Meisterstück aus den 60er Jahren berichten.

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