Werte Freunde der Uhrmacherei,

neben den Uhren ist das Zubehör schon immer sehr wichtig gewesen.

Gerade bei den Uhrenarmbändern gibt es eine unglaubliche Vielfalt und auch gewisse Moden. Man kann eine Uhr haben und dann dieser Uhr mit verschiedenen Uhrenarmbändern ein total anderes Gesicht geben.
 
Den Trend zum vielseitigen Wechseln von Uhrenarmbändern hat es zuerst bei den Paneraiträgern so um 2007 herum gegeben. Inzwischen gibt es auch
viele kleine Handwerker, die wieder Uhrenarmbänder handwerklich aus den verschiedensten Materialien herstellen.

Ich finde diese Entwicklung fantastisch!

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Werter Freund der Uhrmacherei,

diese Uhr aus der Zeit um 1975 stammend, ist ein richtig futuristisches Objekt, ja ein kleines Stück Designgeschichte.

Scheibenuhren zeichnen sich durch eine sehr gute Ablesbarkeit aus und sind einfach mal was Anderes am Arm.

Und so machte es mir hier eine große Freude, für Jemanden die Uhr aus seiner Jugend zu überholen.

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Die Uhr hat ein Otero 796, dabei handelt es sich um ein Automatikwerk mit einem Exenter-Aufzug. Die Ausführung ist gut gemacht mit 2 Rubinrollen am Rotor, die den Hebel zum Aufziehen bewegen.

Nach über 40 Jahren kann sich die Uhr mit guten Gangergebnissen immer noch sehen lassen.

In einem kleinen Video können Sie noch den Schaltvorgang der Stundenscheibe sehen.

 

Die Kraft des Wortes,

die Errungenschaften unserer Vorfahren,

das Fundament unserer heutigen Gesellschaft,

all diese Aufzählungen machen das Grundgesetz aus.

Diese Uhr ist ein stiller Aufruf, an den Grundfesten unserer Gesellschaft fest zu halten.

Das Zifferblatt war in einem früheren Leben mal eine Münze, sie ist alt und hat eine gewisse Patina.

Unser Grundgesetz ist auch sehr alt und muss erhalten werden.

Diese Uhr ist ein kleines Kunstwerk und ein Statement.

Sie hat einen Durchmesser von 38 mm, der Bandanstoß ist 20mm breit. In ihr tickt ein ETA 2801.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

manchmal muss es einfach bunt im Leben sein!

Vor 2 Jahren hörte ich das erste mal den Song "White Rabbit" von Jefferson Airplane. In diesem Song singt die Sängerin Grace Slick über Alice aus dem Wunderland und den Konsum von Pilzen zur Erweiterung des Bewusstseins...
 
Passend dazu gibt es ein tolles Musikvideo, wo die Band vor einem super bunten Ölhintergrund spielt.
 
Es stand für mich fest: Ich musste mal wieder eine super bunte Uhr bauen!

Diese Uhr hat einen Durchmesser von 38mm und einen Bandanstoß von 20mm. In der Uhr tickt ein ETA 2824-2.

Das Zifferblatt ist aus Murano Glas gefertigt.

Es war sehr schwer, hierfür ein hohes Zeigerwerk zu bauen, aber es hat geklappt.

Das Armband ist passend zum Zifferblatt gestaltet, so kann man sich ein kleines Kunstwerk hier um den Arm schnallen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

neulich habe ich in einer Kiste von einer Uhrmacherauflösung eine wunderschöne Uhr gefunden. Es ist so ein Augenblick, wo man etwas wieder beleben möchte, egal ob man damit Geld verdienen kann oder nicht.

Diese Uhren wurden von den Amerikanern oft auch als "Bankers Watch" bezeichnet. In der Uhr tickt ein Bulova Kaliber 11AF, es handelt sich um ein wunderschönes Handafzugswerk mit einer kleinen Sekunde.

Das Design hat mich sofort an den Film "The Majestic" erinnert. In dem Film kommt ein Kino vor und hier hat das Eingangsportal eine ähnliche Anmutung wie das Design des Uhrengehäuses.

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Auf nach Berlin! Der Deutsche Uhrmachertag 1958

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der Beruf des Uhrmachers war einst weit verbreitet und gut in der Gesellschaft etabliert. Damals gab es auch große Tagungen und Messen in Deutschland.

60 Jahre ist es inzwischen her, dass dieser Uhrmachertag stattfand.

Es wäre toll,wenn man sowas wiederholen könnte.

In der heutigen Zeit ist es aber nicht ganz vorbei mit solchen Ereignissen:

Einmal im Jahr findet die Antikuhrenbörse in Furtwangen statt, und hier treffen sich auch viele Uhrmacher aus aller Herren Länder, um sich auszutauschen und gesellig beisammen zu sein.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Uhrmacherei muss nicht immer klassisch und fein sein!

Neulich hab ich wieder mal eine ganze Menge Musik von Marsimoto gehört.

Mich zieht es persönlich immer wieder zu der Farbe grün hin und ich bekam den Drang wieder eine grüne Uhr zu bauen.

Diese Uhr ist sehr klar, das Grün hat eine samtig weiche Ausstrahlung. Die Zeiger sind für mich die passenden Farbtupfer für das Gesamtbild der Uhr.

Die Uhr hat einen Durchmesser von 42mm und einen Bandanstoß von 22mm. In der Uhr tickt ein ETA 6498, welches eine smarte Veredelung bekommen hat.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

immer wieder mal kann ich mich auch um Uhren für schöne Damen kümmern.

Diese feine Damenuhr aus den 70er Jahren hat ein Weißgoldgehäuse und ist mit einem Omega Kaliber 620 ausgestattet.

Nach einer erfolgreichen Revision kann dieses schöne Stück wieder zu schönen Anlässen getragen werden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich habe neulich einen Versuch gestartet, ein ETA 6498 PVD beschichten zu lassen. Das Uhrwerk ist nun tiefschwarz.
 
Ich werde noch eine andere Farbe ausprobieren.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Projekt.

Was PVD bedeutet kann man hier sehr gut bei Wikipedia nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gasphasenabscheidung

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich wollte mal eine schlichte und feine Fliegeruhr bauen.

Die Uhr sollte sehr klar ablesbar sein, aber nicht zu sehr in die 40-er Jahre gehen. Diese Uhr lehnt sich mehr an die 20-er Jahre an.

Das Uhrwerk ist ein Unitas 6489, welches noch das Hammerschlag Muster hat. Ich habe das Muster erhalten und poliert, es wurde dann das Werkgestell von mir schwarz rhodiniert.

Die Uhr hat einen Durchmesser von 44mm, der Bandanstoß ist 22mm.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es ist immer wieder spannend Uhren bei Nacht zu sehen.
 
Hierbei kann man spannende Perspektiven an seiner Uhr entdecken.

Schauen Sie mal:

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

manchmal muss es weiß sein.

Diese Farbe ist so engelsgleich, so beruhigend, so fein, so sanft für die Augen.
 
Die Struktur eines Blindenuhrzifferblattes hat so sehr fasziniert, dass ich unbedingt damit mal eine Armbanduhr bauen wollte. Alles ist hier sehr klar und man kann die Uhr sehr gut ablesen. Auch die originalen Zeiger haben ein neues Leben erhalten.

Die Uhr hat einen Durchmesser von 46mm, der Bandanstoß ist 20mm.
 
In der Uhr tickt ein Unitas 6498 mit Hammerschlagmuster. Das Werk wurde leicht poliert und dann schwarz rhodiniert.

Kron und Sperrrad haben den Glashütter Sonnenschliff erhalten, die Schrauben sind geschliffen und blau angelassen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich wollte unbedingt mal wieder eine Damenuhr machen.

Diese Uhr hat ein perliertes Zifferblatt, was schwarz rhodiniert wurde. Die Zeiger sind vergoldet und geben einen edlen, geschmeidigen Kontrast.

In der Uhr tickt ein sehr feines ETA 7001 Handaufzugswerk. Das Uhrwerk ist auch perliert und rosé vergoldet. Kron und Sperrad haben den Glashütter Sonnenschliff von mir erhalten.

Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 34 mm und einen Bandanstoß von 18 mm.

Es ist hier ein sehr elegantes und feines Gehäuse verwendet worden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

bei den vielen bekannten Sammleruhren aus Glashütte gibt es immer wieder sehr interessante Nebenwerke, die echt interessant sind. Wie z.B. das Kaliber 25 von Kurtz.
 
Der Jurist und Unternehmer Dr. Kurtz war in Glashütte ein Pionier der Armbanduhrenfertigung. Die Marke Tutima hatte er zum Beispiel auch ins Leben gerufen.

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg baute er sich ein neues Leben in der amerikanisch besetzten Zone in Memmelsdorf auf. Adolf Rapp, ein Unternehmer aus Schwäbisch Gmünd, unterstützte Dr. Kurtz und baute hier eine Fertigungsstätte auf.

Das Uhrwerk Kaliber 25 wurde vom Glashütter Konstrukteur Manfred Szyszka entworfen. 1948 wurde das Uhrwerk das erste Mal vorgestellt. Diese Uhr hier stammt aus dem Jahr 1949, sie hat noch keine Stoßsicherung.

Aufgrund des hohen Preises von 100 DM wurde die Produktion von Uhren mit diesem Werk 1953 wieder eingestellt. 1960 endete die Tätigkeit dieses Unternehmens komplett. So bleibt diese kleine, feine Uhr, als ein stiller Zeitzeuge deutscher Zeitmesstechnik kurz nach dem zweiten Weltkrieg, erhalten.

Es wurde bei dieser Uhr das Uhrwerk einer Überholung unterzogen. Die Unruhwelle war gebrochen, ich bin sehr glücklich, dass ich noch Ersatzteile für diese kleine feine Uhr da hab. Eine kleine Kaliberpackung von Flume können Sie hier in den Bildern mit ansehen. So hatte man vor 60 Jahren immer seine Teile vorrätig.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zeigen, wie ich eine defekte Unruhwelle ausbaue.

Die Unruhwelle ist mit dem Unruhreif vernietet. Man darf hier also nicht einfach die Welle rausschlagen, da sonst sich der Unrureif enorm verbieten würde oder das Loch sich extrem weiten würde...

Es muss der Teller der alten Unruhwelle ganz dünn abgedreht oder geschliffen werden und dann schlägt man die Unruhwelle von der Tellerseite her durch.

Bei dieser Arbeit muss man enorm aufpassen, dass man nicht in den Unruhreif dreht oder schleift.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

an dieser Stelle möchte ich an einen wunderbaren Menschen erinnern.

Josef Sulzer war ein leidenschaftlicher Maschinenbauingenieur und Uhrmacher.

In seinem Ruhestand baute er die unglaublichsten Uhren und wurde dadurch sehr bekannt.

Als seine Gesundheit nicht mehr mitspielen wollte, konnte ich ihn oft besuchen und helfen.

Es war mir eine sehr große Ehre und ich habe sehr viel dabei gelernt.

Ich werde ihn nie vergessen, das war ein herzensguter Mann mit sehr viel Leidenschaft.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

wer meine Seite etwas eingängiger studiert hat, der wird schnell merken, dass ich gerne auch künstlerisch aktiv bin.
 
Der bekannte Sekundenpendeluhrenbauer Alexander Strigun aus Berlin hat mir eine fertig ausgeschnittene Ronde aus Invar geschenkt.
 
Das hier entstandene Muster ist absolut faszinierend!

Aus dem Stück Restmaterial habe ich nun mit Hilfe eines Sockels eine kleine Skulptur gebaut. Diese thront nun wieder bei Alexander Strigun auf seinem Arbeitsplatz.

Es hat irrsinnigen Spaß gemacht diese kleine Skluptur zu vollenden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

das neue Jahr hat begonnen und ich konnte wieder eine Armbanduhr für meine Kollektion fertig stellen.

Die Uhr hat einen Gehäusedurchmesser von 44 mm ohne Krone gemessen, der Bandanstoß ist 22 mm, die Uhr ist 5 Bar Wasserdicht.

Das Uhrwerk hat eine Perlage erhalten und wurde vergoldet, Kron- und Sperrrad haben den Glashütter Sonnenschliff erhalten.

An der Uhr ist ein blaues Lederband aus Kalbsleder mit weißer Naht montiert.

Blau ins neue Jahr zu starten, ist ja auch mal was... :-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

wieder ist ein sehr schönes, schlichtes Stück überholt und bereit für seinen Besitzer.

An so einer Stelle möchte ich auch kurz darauf eingehen, warum es sich lohnt, so eine Uhr überholen zu lassen.

Meist kostet eine Instandsetzung schon einen dreistelligen Betrag, aber Sie werden so ein Design heute nicht mehr bekommen, auch wird der Preis heute um ein Vielfaches höher sein, als der Betrag, den Sie damals bezahlt haben.

Diese Uhr hat das Design der späten 80-er Jahre und der Besitzer hat sich sehr daran gewöhnt. Durch das Handaufzugswerk ist die Uhr auch insgesamt sehr flach.

Auf weitere schöne Momente am Handgelenk des Besitzers. :-)

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Werter Freund der Uhrmacherei,

wenn man als Uhrmacher eine Spindeluhr öffnet, dann wird man gleich mal mürrisch begutachtet.

Da blickt einen der Schutzparton des Uhrwerkes an!

Er ermahnt jeden Uhrmacher auch ja sorgsam mit dem Uhrwerk umzugehen.

Meist findet man ihn auf dem Unruhkloben dieser Uhrwerke.

Wenn Sie das nächste Mal reinschauen, dann grüßen Sie den Mitbewohner doch recht herzlich.

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Werte Freude der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen eine ganz besondere Uhr vorstellen:

Es handelt sich dabei um die Parmigiani Fleurier Toric Tourbillon.

Das Tourbillon ist eine besondere technische Rafiniesse für Taschenuhren, um einen Fehler der Ganggenauigkeit durch die Schwerkkraft auszugleichen.

Bei Armbanduhren ist dies eher ein schmückenes Beiwerk.

Auf jeden Fall ist es immer wieder schön, einem Uhrwerk mit Tourbillon bei der Arbeit zu zuschauen!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in diesem Beruf geht es nicht nur um die kleinen Uhren, da kann es auch mal groß werden.

Bei diesem Standuhrwerk hat sich an einer Stelle ein Verschleiß gebildet, den man nicht so einfach beheben kann: Es hat sich über die Jahrzehnte eine sehr tiefe Laufspur in den Wellbaum eingearbeitet.
 
Hier habe ich aus Silberstahl eine Laufhülse oder einen Laufschuh gefertigt. Die Welle wird an dieser Stelle glatt gedreht und dann wird die neue Laufhülse hier
aufgepresst.

Dieser Vorgang erfordert viel Erfahrung, damit die gehärteten Teile nicht platzen..

Nun muss nur noch der Vierkant wieder nachgearbeitet werden und die Uhr kann wieder viele Jahr ihren Dienst versehen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

manchmal fällt einem ein Zifferblatt in die Hände und da gibt man dann keine Ruhe mehr, bis man drum herum eine Uhr damit fertig hat.

Also in diesem Fall ist mal was Düsteres dabei raus gekommen:

Die Uhr hat eine Gehäusegröße von 47 mm und einen Bandanstoß von 26 mm.

Das Uhrwerk ist von mir mit Genfer Streifen im Kreis, Glashütter Sonnenschliff und schwarz rhodinierten Platinen und Brücken veredelt worden.

Manchmal hab' ich Angst vor mir selbst... ;-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

neulich hab ich von dem Fenster meines Arbeitsplatzes aus eine Trabi-Stretchlimousine gesehen.

Also davon war ich ja regelrecht beflügelt, so entschloss ich mich eine GUB Spezimatik komplett aufzumotzen: Es wurde ein neues Gehäuse, ein neues Zifferblatt und neue Zeiger angeschafft.

Das Uhrwerk habe ich veredelt und den Gehäuseboden habe ich zu einem Glasboden umgearbeitet.

Leider ist die Ersatzteillage für diese Werke immer kritischer und so super zuverlässig, wie es heute gewünscht ist, sind die Werke auch nicht unbedingt. Daher wird es eine Designstudie für mich bleiben.

Aber datt war mal was Anderes! Pimp the Spezimatic!

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Werter Freund der Uhrmacherei,

manchmal wird man als Uhrmacher vor sonderbare Aufgaben gestellt.

In der Pionierzeit der tragbaren Quarzuhren gab es die sonderlichsten Konstruktionen.

Und nun ist so eine sonderliche Konstruktion bei mir auf den Tisch gelandet.

Es handelt sich um eine Taschenuhr mit dem Tissot 2030.

Dieses Uhrwerk hat ein sehr interessantes Eigenleben. Man muss es von zwei Seiten demontieren und montieren.

Der Antriebsmotor hat hier richtig gewaltige Ausmaße!

Die Uhrzeit stellt man bei den Stunden mit einer Schnellschaltung über eine Magnetkupplung ein und die Minuten stellt man durch einen Schnelllauf des Antriebs ein.

Auf den Bildern können Sie mal so eine gereinigte Magnetkupplung in Ihrem Aufbau sehen. Dieses Uhrwerk zu warten war keine Einfache Aufgabe.

Auf den Platinen sieht man die Ausdünstungen von agressiven Ölen noch sehr gut. Inzwischen ist alles sehr behutsam gereinigt und in Epilam getaucht. Das Öl bleibt nun da, wo es hin gehört.

Dies war eine tolle Herausforderung, die ich nicht missen möchte!

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