Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich wollte unbedingt mal wieder eine Damenuhr machen.

Diese Uhr hat ein perliertes Zifferblatt, was schwarz rhodiniert wurde. Die Zeiger sind vergoldet und geben einen edlen, geschmeidigen Kontrast.

In der Uhr tickt ein sehr feines ETA 7001 Handaufzugswerk. Das Uhrwerk ist auch perliert und rosé vergoldet. Kron und Sperrad haben den Glashütter Sonnenschliff von mir erhalten.

Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 34 mm und einen Bandanstoß von 18 mm.

Es ist hier ein sehr elegantes und feines Gehäuse verwendet worden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

bei den vielen bekannten Sammleruhren aus Glashütte gibt es immer wieder sehr interessante Nebenwerke, die echt interessant sind. Wie z.B. das Kaliber 25 von Kurtz.
 
Der Jurist und Unternehmer Dr. Kurtz war in Glashütte ein Pionier der Armbanduhrenfertigung. Die Marke Tutima hatte er zum Beispiel auch ins Leben gerufen.

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg baute er sich ein neues Leben in der amerikanisch besetzten Zone in Memmelsdorf auf. Adolf Rapp, ein Unternehmer aus Schwäbisch Gmünd, unterstützte Dr. Kurtz und baute hier eine Fertigungsstätte auf.

Das Uhrwerk Kaliber 25 wurde vom Glashütter Konstrukteur Manfred Szyszka entworfen. 1948 wurde das Uhrwerk das erste Mal vorgestellt. Diese Uhr hier stammt aus dem Jahr 1949, sie hat noch keine Stoßsicherung.

Aufgrund des hohen Preises von 100 DM wurde die Produktion von Uhren mit diesem Werk 1953 wieder eingestellt. 1960 endete die Tätigkeit dieses Unternehmens komplett. So bleibt diese kleine, feine Uhr, als ein stiller Zeitzeuge deutscher Zeitmesstechnik kurz nach dem zweiten Weltkrieg, erhalten.

Es wurde bei dieser Uhr das Uhrwerk einer Überholung unterzogen. Die Unruhwelle war gebrochen, ich bin sehr glücklich, dass ich noch Ersatzteile für diese kleine feine Uhr da hab. Eine kleine Kaliberpackung von Flume können Sie hier in den Bildern mit ansehen. So hatte man vor 60 Jahren immer seine Teile vorrätig.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zeigen, wie ich eine defekte Unruhwelle ausbaue.

Die Unruhwelle ist mit dem Unruhreif vernietet. Man darf hier also nicht einfach die Welle rausschlagen, da sonst sich der Unrureif enorm verbieten würde oder das Loch sich extrem weiten würde...

Es muss der Teller der alten Unruhwelle ganz dünn abgedreht oder geschliffen werden und dann schlägt man die Unruhwelle von der Tellerseite her durch.

Bei dieser Arbeit muss man enorm aufpassen, dass man nicht in den Unruhreif dreht oder schleift.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

an dieser Stelle möchte ich an einen wunderbaren Menschen erinnern.

Josef Sulzer war ein leidenschaftlicher Maschinenbauingenieur und Uhrmacher.

In seinem Ruhestand baute er die unglaublichsten Uhren und wurde dadurch sehr bekannt.

Als seine Gesundheit nicht mehr mitspielen wollte, konnte ich ihn oft besuchen und helfen.

Es war mir eine sehr große Ehre und ich habe sehr viel dabei gelernt.

Ich werde ihn nie vergessen, das war ein herzensguter Mann mit sehr viel Leidenschaft.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

wer meine Seite etwas eingängiger studiert hat, der wird schnell merken, dass ich gerne auch künstlerisch aktiv bin.
 
Der bekannte Sekundenpendeluhrenbauer Alexander Strigun aus Berlin hat mir eine fertig ausgeschnittene Ronde aus Invar geschenkt.
 
Das hier entstandene Muster ist absolut faszinierend!

Aus dem Stück Restmaterial habe ich nun mit Hilfe eines Sockels eine kleine Skulptur gebaut. Diese thront nun wieder bei Alexander Strigun auf seinem Arbeitsplatz.

Es hat irrsinnigen Spaß gemacht diese kleine Skluptur zu vollenden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

das neue Jahr hat begonnen und ich konnte wieder eine Armbanduhr für meine Kollektion fertig stellen.

Die Uhr hat einen Gehäusedurchmesser von 44 mm ohne Krone gemessen, der Bandanstoß ist 22 mm, die Uhr ist 5 Bar Wasserdicht.

Das Uhrwerk hat eine Perlage erhalten und wurde vergoldet, Kron- und Sperrrad haben den Glashütter Sonnenschliff erhalten.

An der Uhr ist ein blaues Lederband aus Kalbsleder mit weißer Naht montiert.

Blau ins neue Jahr zu starten, ist ja auch mal was... :-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

wieder ist ein sehr schönes, schlichtes Stück überholt und bereit für seinen Besitzer.

An so einer Stelle möchte ich auch kurz darauf eingehen, warum es sich lohnt, so eine Uhr überholen zu lassen.

Meist kostet eine Instandsetzung schon einen dreistelligen Betrag, aber Sie werden so ein Design heute nicht mehr bekommen, auch wird der Preis heute um ein Vielfaches höher sein, als der Betrag, den Sie damals bezahlt haben.

Diese Uhr hat das Design der späten 80-er Jahre und der Besitzer hat sich sehr daran gewöhnt. Durch das Handaufzugswerk ist die Uhr auch insgesamt sehr flach.

Auf weitere schöne Momente am Handgelenk des Besitzers. :-)

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Werter Freund der Uhrmacherei,

wenn man als Uhrmacher eine Spindeluhr öffnet, dann wird man gleich mal mürrisch begutachtet.

Da blickt einen der Schutzparton des Uhrwerkes an!

Er ermahnt jeden Uhrmacher auch ja sorgsam mit dem Uhrwerk umzugehen.

Meist findet man ihn auf dem Unruhkloben dieser Uhrwerke.

Wenn Sie das nächste Mal reinschauen, dann grüßen Sie den Mitbewohner doch recht herzlich.

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Werte Freude der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen eine ganz besondere Uhr vorstellen:

Es handelt sich dabei um die Parmigiani Fleurier Toric Tourbillon.

Das Tourbillon ist eine besondere technische Rafiniesse für Taschenuhren, um einen Fehler der Ganggenauigkeit durch die Schwerkkraft auszugleichen.

Bei Armbanduhren ist dies eher ein schmückenes Beiwerk.

Auf jeden Fall ist es immer wieder schön, einem Uhrwerk mit Tourbillon bei der Arbeit zu zuschauen!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in diesem Beruf geht es nicht nur um die kleinen Uhren, da kann es auch mal groß werden.

Bei diesem Standuhrwerk hat sich an einer Stelle ein Verschleiß gebildet, den man nicht so einfach beheben kann: Es hat sich über die Jahrzehnte eine sehr tiefe Laufspur in den Wellbaum eingearbeitet.
 
Hier habe ich aus Silberstahl eine Laufhülse oder einen Laufschuh gefertigt. Die Welle wird an dieser Stelle glatt gedreht und dann wird die neue Laufhülse hier
aufgepresst.

Dieser Vorgang erfordert viel Erfahrung, damit die gehärteten Teile nicht platzen..

Nun muss nur noch der Vierkant wieder nachgearbeitet werden und die Uhr kann wieder viele Jahr ihren Dienst versehen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

manchmal fällt einem ein Zifferblatt in die Hände und da gibt man dann keine Ruhe mehr, bis man drum herum eine Uhr damit fertig hat.

Also in diesem Fall ist mal was Düsteres dabei raus gekommen:

Die Uhr hat eine Gehäusegröße von 47 mm und einen Bandanstoß von 26 mm.

Das Uhrwerk ist von mir mit Genfer Streifen im Kreis, Glashütter Sonnenschliff und schwarz rhodinierten Platinen und Brücken veredelt worden.

Manchmal hab' ich Angst vor mir selbst... ;-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

neulich hab ich von dem Fenster meines Arbeitsplatzes aus eine Trabi-Stretchlimousine gesehen.

Also davon war ich ja regelrecht beflügelt, so entschloss ich mich eine GUB Spezimatik komplett aufzumotzen: Es wurde ein neues Gehäuse, ein neues Zifferblatt und neue Zeiger angeschafft.

Das Uhrwerk habe ich veredelt und den Gehäuseboden habe ich zu einem Glasboden umgearbeitet.

Leider ist die Ersatzteillage für diese Werke immer kritischer und so super zuverlässig, wie es heute gewünscht ist, sind die Werke auch nicht unbedingt. Daher wird es eine Designstudie für mich bleiben.

Aber datt war mal was Anderes! Pimp the Spezimatic!

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Werter Freund der Uhrmacherei,

manchmal wird man als Uhrmacher vor sonderbare Aufgaben gestellt.

In der Pionierzeit der tragbaren Quarzuhren gab es die sonderlichsten Konstruktionen.

Und nun ist so eine sonderliche Konstruktion bei mir auf den Tisch gelandet.

Es handelt sich um eine Taschenuhr mit dem Tissot 2030.

Dieses Uhrwerk hat ein sehr interessantes Eigenleben. Man muss es von zwei Seiten demontieren und montieren.

Der Antriebsmotor hat hier richtig gewaltige Ausmaße!

Die Uhrzeit stellt man bei den Stunden mit einer Schnellschaltung über eine Magnetkupplung ein und die Minuten stellt man durch einen Schnelllauf des Antriebs ein.

Auf den Bildern können Sie mal so eine gereinigte Magnetkupplung in Ihrem Aufbau sehen. Dieses Uhrwerk zu warten war keine Einfache Aufgabe.

Auf den Platinen sieht man die Ausdünstungen von agressiven Ölen noch sehr gut. Inzwischen ist alles sehr behutsam gereinigt und in Epilam getaucht. Das Öl bleibt nun da, wo es hin gehört.

Dies war eine tolle Herausforderung, die ich nicht missen möchte!

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An meiner einen Uhrmacherdrehbank geht es inzwischen auch weiter.

Hier sind nun alle Teile fertig lackiert.

Nun geht es an die Beleuchtung und die Elektrik.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich habe meine kleine Uhrmacherwerkstatt etwas modernisiert.

Ein Uhrmacher in Berlin hat seinen Beruf an den Nagel gehangen und ich konnte einen gerade mal 2 Jahre alten Uhrmachertisch erwerben.

Dank der Firma Flume ist auch eine sehr gute Taneo Waldmann Lampe für den Uhrmachertisch dazu gekommen.

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Werter Freund der Uhrmacherei,

bevor es die Quarzuhren kommerziell gab,da gab es noch einige sehr interessante Konstruktionen elektrischer Uhren für das Handgelenk.

 

Bei dieser Uhr ist ein sogenanter Unruhmotor verbaut, die Unruh treibt das Räderwerk in diesem Fall an.

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Werte Freunde Uhrmacherei,

ein Messmikroskop ist inzwischen in meiner Werkstatt dazu gekommen.

Dies habe ich für ein paar Armbanduhrprojekte angeschafft..

Es stammt von Carl Zeiss und ist in einem ausgezeichneten Zustand, nun geht es mit mehr Durchblick weiter.

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Werte Freunde der nautischen Instrumente,

ein sehr schönes Schiffschronometer hat meine kleine Werkstatt erreicht.

Das Schiffschronometer war in einem guten Zustand, es war aber das Öl verhartzt und die Bauteile waren verschmutzt.

Die Reinigung ist bei so einem Werk kein Zuckerschlecken, man muss genau wissen was man tut, sonst gibt es einen brutalen Griff in das eigene Portemonnaie.

Für das Schiffschronometer habe ich einen neuen Reinigungskorb angeschafft. Damit kann man auch größere Teile in der Reinigungsmaschine für Kleinuhrenteile reinigen. Hier sind alle Wellen und Triebe glashart, eine Reinigung im Ultraschall könnte enorme Schäden anrichten.

Es hat mir einen riesen Spaß gemacht, dieses schöne Instrument für die kommenden Jahre wieder fit gemacht zu haben.

Nun tickt es wieder auf dem Schreibtisch seines Besitzers vor sich hin.

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Darf ein Uhrmacher über den Wert einer Uhr urteilen?

Darf eine Taschenuhr mit einer "einfachen" Hemmung ewig als Ruine dahinsichen?

Von solchen Uhren kann man viel lernen. Der Verkauf ist hier uninteressant, die Seele der Uhr ist es aber sehr wohl!

Sie hat 2 Weltkriege überlebt und bekommt nun auf ein warmes Plätzchen in meiner Vitrine...

Im Einfachen liegt die Schönheit!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es ist manchmal unglaublich wie viele Sorten Kornen es für Uhren gibt.

Manchmal würde ich gerne alle Kronen und die Badewanne schütten und dann darin Baden wie Dagobert Duck.

Hier können Sie mal eine Auswahl von Taschenuhrkronen sehen,die inzwischen über 100 Jahre auf eine Aufgabe warten.

Was für eine Landschaft!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal eine Drehpendeluhr zeigen, die ich überholt habe. Diese Uhren sind sehr dekorativ aber auch sehr empfindlich.

In der Berufsausbildung kommt man mit solchen Uhren auch nicht mehr in Berühung.

Umso schöner ist es, wenn man sich als Uhrmacher doch mal zusammen rauft und sich so einer Uhr annimmt.

Diese Uhr hat eine Überholung mit einigen neuen Lagern und eine neue Drehpendelfelder erhalten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

damit ich in Zukunft feinfühliger und genauer Veredelungsarbeiten am ETA 2824-2 durchführen kann, habe ich mich dazu entschlossen, eine neue Halterung dafür zu bauen.

Mit dem Knauf kann ich besser die Platte steuern.

Die große Scheibe lässt mich nicht an die Brücken kommen, was doch viel besser für die Uhrenteile ist.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt Uhrwerke die sind wunderschön und gleichzeitig aber auch sehr heikel.

Für dieses Uhrwerk bekommt man kaum Ersatzteile und man muss immer extrem aufpassen.

Da ist für den nötigen Nervenkitzel beim Uhrmacher gesorgt...

Dafür kann man dann auch mal die Urgroßmutter der Navitimer von Breitling in den Händen halten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ein befreundeter Uhrensammler hat sich supertolle Werkhalter mit seinem neuen 3D Drucker ausgedruckt.

Inzwischen ist diese Technik auch im Heimanwenderbereich sehr weit vorangeschritten.

Also mir macht es einen riesen Spaß, mit seinem Werkhalter zu arbeiten.

Da kann man sich in Zukunft für bestimmte Uhrwerke den Werkhalter einfach ausdrucken.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt wunderbare Komplikationen in Uhren.

Meine Lieblingskomplikation ist die Repetition: Diese Uhren können einem die Zeit akustisch wieder geben.

Der Mechanismus ist sehr komplitiert aufgebaut und empfindlich. Die Tonfedern sind glashart und dürfen keinen extremen Stößen ausgesetzt werden.

Hier hab ich ein altes Taschenuhrwerk mit dieser Komplikation für Sie gefilmt.

In dem Film können Sie alles mal in Aktion sehen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.

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