Werte Freunde der Uhrmacherei,

zu den Taschenuhren gab es auch viele wunderbare Taschenuhrenketten zu kaufen, da gibt es wunderbare Designs.

An dieser Stelle möchte an dieses wunderbare Zubehör erinnern.

Meist werden Taschenuhrketten übersehen, was ich sehr schade finde...

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in diesem Beitrag möchte ich mal auf die unglaubliche Vielfalt der Uhrenschlüssel hinweisen.

Die gibt es in den unglaublichsten Formen und Eigenschaften.

Ich kann hier nur einen sehr kleinen Bruchteil davon zeigen, aber es macht auf jeden Fall Spaß, seinen Blick darüber schweifen zu lassen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

es gibt bei Flume wieder den Jubiläumkatalog von 1912 als Reprint zu kaufen. Dieses Werk kann ich wirklich jedem Uhrmacher ans Herz legen!
 
Es hilft enorm dabei verschiedenste Uhrmacherwerkzeuge aus vergangenen Tagen zu erfassen und deren Funktion zu verstehen. Es gab damals für die verschiedensten Anwendungen Werkzeuge und Vorrichtungen, die heute in Vergessenheit geraten sind. So findet man in dem Buch auch viele Anregungen zum Nachbau von Werkzeugen.

Das Buch gibt es vereinzelt noch antiquarisch zu kaufen aber diese Exemplare sind sehr alt und vertragen eine übliche Handhabung nicht mehr gut.

Es ist wunderbar, dass das Unternehmen Flume dieses alte Werk mit Michael Stern vom Historische-Uhrenbücher-Verlag wieder raus gebracht hat.

Sage und schreibe 1148 Seiten umfasst das 3,5 Kilo schwere Buch!

Über viele Berufsjahre hinweg, vom Junguhrmacher bis zum Friedhofsgemüseschrauber, ist das Buch ein sehr nützlicher Begleiter.

Also dann: Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schmökern!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich bin ja Vollzeit bei einem Startup in Berlin als Uhrmacher angestellt.
 
Neulich hat unser Fotograf zu einem kleinen Pokerturnier im Konferenzraum geladen.
 
Ich habe zwar nicht bei dem Turnier mit gemacht aber ich habe dieses Mal einen kleinen Preis für den Gewinner gestiftet.

Es handelt sich um eine alte Sprungdeckeltaschenuhr aus den 30er Jahren.

In der heutigen Zeit ist es wirklich wichtig, sich im Arbeitsleben eine Gemeinschaft zu bewahren.

Ich mag diese Art des Arbeitens sehr, mal sehen was die Zukunft so mit sich bringt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

einmal im Jahr sammelt sich im schönen Schwarzwald eine ganz besondere Energie: Dann treffen sich viele Uhrenfreunde und Uhrmacher aus aller Herren Länder um Ihrer gemeinsamen Leidenschaft zu fröhnen. Es ist die Zeit im Jahr, wo man unter seinesgleichen sein kann und sich exzessiv der Uhrmacherei hingeben kann.

Ich habe eine weite Anreise aus Berlin aber bei so viel Vorfreude vergeht die Reise wie im Flug. Gefahren wird von Berlin bis Offenburg und dann steige ich auf die Schwarzwaldbahn nach Triberg um. In Triberg hat die letzten Jahre ein ganz lieber Berufsschullehrer mit seinem VW Bus auf mich gewartet.
 
Und auch wenn man sich nur einmal im Jahr richtig sieht, so ist immer eine große Vertrautheit unter den Leuten da. In diesem Jahr haben zwei Damen die Organisation der Uhrenbörse übernommen und dies haben Sie mit großem Erfolg bewältigt.

Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es weiter gehen kann: Im letzten Jahr verabschiedete sich Herr Barthillat in den Ruhestand, er hatte viele Jahre für den Fortbestand der Uhrenbörse gesorgt.

Und wenn dann Abend am Stammtisch vom Uhrenwerkstattforum die jüngsten Uhrmacher in Ausbildung neben den ältesten Uhrmachern der Zunft einträchtig sitzen und sich auch austauschen, dann wird mir ganz warm ums Herz.

Ganz besonders toll war es, meine designten T-Shirts in Aktion sehen zu dürfen. Einen Träger durfte ich auch offiziell für meinen Blog fotografieren. Und so löst sich dieser Zauber nach 3 Tagen wieder in Luft auf.

Man fährt mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause und kann mit neuen Inspirationen an die Arbeit gehen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

früher sind Uhrmacher immer in Anzug und Weste unterwegs gewesen, in manchen Geschäften wird dies auch heute noch so gehandhabt.

Aber es gibt auch Uhrmacher, die gerne mal legerer unterwegs sind.

Ich habe mir ein kleines Konto bei Spreadshrit eingerichtet, hier biete ich Bekleidung mit Motiven aus der Uhrmacherei an.

Das ist schon etwas verrückt aber welcher Uhrmacher ist schon normal, ha ha.

Schauen Sie doch mal rein, ich würde mich sehr freuen:

https://www.spreadshirt.de/user/Philclock

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

zu einem Meister gehört auch immer ein Meisterstück, es ist eine Zulassungsvoraussetzung zur praktischen Meisterprüfung.

In der praktischen Meisterprüfung muss man dann für das Meisterstück Teile neu anfertigen. Diese muss man im Vorfeld als Projekt beim Meisterprüfungsausschuss einreichen.

Diese Uhr ist in Anlehnung an die vielen tollen Turmuhren aus dem Hause Rochlitz entstanden. Damit man gut an die Zahnräder ran kam, waren diese Horizontal angeordnet.

So habe ich es auch mit meinem Meisterstück gehandhabt.
 
Das Echappement ist mit einem Schwanenhals ausgestattet und veredelt. Die Räder sind in Rubinen und Neusilberlagern gelagert. Der Sockel ist aus Granit geschliffen und poliert. Die Glashaube hat mir ein lieber Glasermeister aus Berlin Wedding gemacht.

Ich liebe diese Uhr sehr, sie ist mein Wegbegleiter auf meinem Uhrmachertisch und ein Taktgeber für meine Projekte.

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Ja da ist er also, mein Meisterbrief.

Ich habe 4 Jahre für dieses Papier gekämpft.

Die Entbehrungen waren recht hoch, so hab' ich in der Anfangszeit einen Arbeitgeber gehabt, der mir die Zeiten bei Meisterkursen vom Gehalt abgezogen hat.

Manchmal wusste ich nicht, wie ich die Miete bezahlen soll, ohne die Hilfe meiner Familie wäre es sehr schwer gewesen, das alles hin zu bekommen.

Mit einer Prüfungskomission kam ich nicht klar. Ich empfand das Verhalten dieser Leute als willkürlich und entschloss mich dann zu einer radikalen Entscheidung.

Zu meiner allergrößten Erschütterung musste ich dann bei einer anderen Handwerkskammer feststellen, dass das geforderte Meisterstück von der ersten Handwerkskammer nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprach. Es wird ausdrücklich eine Großuhr gefordert und eben keine Armbanduhr. Ich musste dann nochmal ein Meisterstück bauen und nochmal viel Geld für die ganzen Materialien in die Hand nehmen.

Nachdem 2016 die Prüfung mit dem neuen Meisterstück angeschlossen war, war ich komplett ausgelaugt. Ich trat eine neue Arbeit bei einem Startup in Berlin an und beschäftige mich seit dem mit der Instandsetzung von hochwertigen Armbanduhren.

Dieses Unternehmen hat mir dann die letzten 2 Teile finanziert. Für diese große Hilfe bin ich sehr dankbar!

Meister ist, wer 4 Prüfungen abgelegt hat:

Teil 1: Theorethische Kentnisse
Teil 2: Fachpraktische Kentnisse
Teil 3: Betriebswirtschaftliche Kentnisse
Teil 4: Pädagogische Kentnisse (AEVO)

Mit Erhalt des Meisterbriefes ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Dieses Schriftstück ist auch eine Verpflichtung: Ich arbeite jeden Tag daran, dieser optimal gerecht zu werden.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich mal eine Uhr, die mir viele Rätsel aufgibt, zeigen.
 
Es handelt sich hier um ein altes Meisterstück eines Uhrmachers aus den 60er Jahren.
 
Diese Uhr wurde nie fertig gestellt und wartet seit 50 Jahren darauf, zum Leben erweckt zu werden.

Derzeit suche ich noch nach dem Grundwerk zu dieser Uhr. Es würde mir die Arbeit hier wesentlich einfacher machen. Gerade bei den Dimensionen des Plateaus hab ich leider nicht viel Spielraum. Der Durchmesser des Federhauses beträgt stattliche 24,20 mm!

Wenn ich diese Uhr so betrachte, dann frage ich mich immer wieder, was wohl damals passiert ist. Die Meisterausbildung hat damals schon ein unglaubliches Geld gekostet und diese Uhr ist schon sehr weit voran geschritten.

Sicherlich steckt hier eine Tragödie dahinter.

Sowas macht mich immer nachdenklich. Lebt die Person noch? Denkt die Person noch ab und zu an das Meisterstück? All diese Fragen werden mir wohl nie beantwortet werden können.

Auch ist es sehr schwer überhaupt Informationen über diese Meisterstücke zu erhalten: Die meisten Uhrmachermeister aus dieser Zeit sind tot, dement, nicht zu finden oder schon lange nicht mehr am Beruf interessiert.

Ich gebe aber nicht auf: Irgendwann schnappe ich zu und finde das letzte Puzzelteil dazu!

Dann werde ich hier wieder über das alte Meisterstück aus den 60er Jahren berichten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zwei rohe, skelettierte Handaufzugwerke zeigen.
 
Man kann hier ein Unitas 6497 und ein ETA 2512 nebeneinander sehen.

Die beiden Uhrwerke haben eine Industrieveredelung und schauen so noch sehr langweilig aus. Sie können gespannt sein, was ich noch daraus zaubern werde. :-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

neulich bin ich bei eBay bei der Suche nach Turmuhren auf diese Schellackplatte hier gestoßen.

Ich habe die Schellackplatte erstanden und zum Digitalisieren eingeschickt. Ich selber war total gespannt, was sich hier für ein Lied hinter dem Titel verbirgt.

 

Es ist toll, dass man früher auch Lieder über Turmuhren verfasst hat.

 

Der Dirigent Otto Stenzel hat den Krieg überlebt und ist ist 1989 verstorben.

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Werter Freund der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen ein besonderes Bild über Glashütte zeigen.
 
Das Bild wurde von einem Foto aus dem Jahre 2006 abgemalt.

Am 14. Februar 2006 war ich zum Einstellungstest an der staatlichen Uhrmacherschule Glashütte. Danach haben wir uns noch etwas dieses Dorf angeschaut.
Auf dem Gemälde können Sie mich mit 16 Jahren sehen, im Hintergrund sieht man den Kirchturm der Kirche aus Glashütte.
 
Das Bild hat meine Mutter gemalt, heute hängt es in meiner Werkstatt und erinnert an diese Zeit ( vor allem an viel Schnee...).

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Werter Freund der Uhrmacherei,

es gibt immer wieder große Probleme mit Rost in Uhren.
 
Zu oft gehen die Besitzer zu sorglos mit den Uhren um und die Folgen sind fatal.

Rost kann verschiedene Gesichter und Verläufe haben. Manchmal durchkriecht er schleichend so ein Uhrwerk und manchmal geht es sehr schnell.

Also achten Sie immer auf Ihre Uhr und vermeiden Sie immer den Kontakt mit Wasser!

Auch vermeintlich wasserdichte Uhren sind dies nicht für immer. Dichtungen werden alt und spröde oder durch andere Substanzen angegriffen, z.B.

Parfüm.
 
Mit den folgenden Bildern kann ich Ihnen anschaulich zeigen, wie sowas dann aussehen kann.

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Das Landeron 248 - Unterschiede zwischen den Jahren

Werter Freund der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zwei Uhrwerke des gleichen Kalibers zeigen.

Manche Uhrwerke, wie hier das Landeron 248, wurden über viele Jahre hinweg gebaut. In dieser Schaffenszeit hat man immer wieder kleine Änderungen an den Werken vorgenommen.

Dies sorgt in der heutigen Zeit dafür, dass ein Ersatzteil für dieses Werk nicht immer passen muss. So muss man als Uhrmacher auch gleich noch mehr Angaben zu dem Werk machen.

Die wichtigste Umstellung war die Umstellung von einer normalen Lagerung der Unruh zu einer Lagerung der Unruh in Stoßsicherungsfuttern.

Das Landeron 248 auf der Basis des Landeron 48 wurde von 1937-1970 gebaut, also unglaubliche 33 Jahre am Stück!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Frauen sind für mich immer wieder faszinierend, sie haben eine ganz andere Art der Beziehung zu Ihren Uhren.

Ich bin gut auf die Damenwelt vorbereitet: Ersatzteile für Damenuhren habe ich in großer Stückzahl da.

Es ist unglaublich, was es alles für Damenuhrwerke gibt, heute nimmt kaum einer eine Notiz davon.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich einen kleinen Gegenwind dazu starten.
 
Ich lade Sie herzlich dazu ein, in der folgenden kleinen Bildergalerie etwas zu stöbern.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

im Laufe der Jahre sind viele Taschenuhrwerke heimatlos geworden. Hier wurden meist die Goldgehäuse dazu eingeschmolzen.

Von einem 85-jährigen Uhrmacher konnte ich eine Sammlung Taschenuhrwerke bekommen, das eine oder andere Werk möchte ich reaktivieren.

Es ist so faszinierend, was es hier alles für Bauarten, Formen und Designs gibt.

Ich lade Sie herzlich ein, in meiner kleinen Fotosammlung zu dem Blogbeitrag ein wenig zu stöbern.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

früher gab es noch eine Unterscheidung zwischen dem urbanen Uhrmacher zum Landuhrmacher.

Diese haben meist größere Uhren und einfache Taschenuhren für die Bauern verkauft und gewartet. Ein kleines, tolles Überbleibsel aus dieser Zeit möchte ich Ihnen hier zeigen.

Es handelt sich um eine sehr alte Uhrmacherlupe die aus Kuhhorn gefertigt wurde. Die Lupe lässt sich sehr angenehm tragen.

Im Einsatz ist die Lupe bei mir aber sehr selten, die Lupe hat ein feines Plätzchen in meiner Vitrine erhalten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

mein bester Freund aus Kindertagen hat mir zum bestandenen Meister ein super Geschenk gemacht: Es handelt sich um einen Kugelschreiber, den er selber graviert hat.

Er ist von Beruf her Industriemechaniker und hat eine eigene CNC Fräsmaschine.

Ich hab mich tierisch über das Geschenk gefreut, und ich nutze den Kugelschreiber sehr gerne!
 
Das Gute Stück hat einen Ehrenplatz auf meinen Uhrmachertisch bekommen und zu besonderen Ausstellungen nehme ich den Kugelschreiber für Notizen mit.

Wussten Sie das Caran d'Ache ein weltbekannter Hersteller von Bleistiften ist?

Der Name ist in Russland so allgegenwärtig, dass wenn man einen Bleistift möchte, man einfach nach einem Caran d'Ache fragt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute sieht man in den Straßen von Berlin viele junge Menschen, die nicht wissen was sie mit Ihrem Leben anfangen sollen.

Viele studieren dann irgendwas und sind unglücklich. Bei mir war das anders.

Mein Opa war Zimmermann und Schlosser, er liebte es, etwas zu erschaffen und seine Arbeit sehen zu können.

Er baute an vielen Wohnungsprojekten des Berliner Senates mit und wurde dann später Schulhausmeister.

Ich fing mit 11 Jahren das Sammeln von Uhren an und machte daraus später meinen Beruf.

Ein Handwerk kann man mit so vielen Facetten ausbauen und zeigen. Man kann viel dabei lernen und es wird nie langweilig.

Die meiste Zeit unseres Lebens arbeiten wir, da sollte man sich diese Zeit so gut es geht gestalten, sodass man daran auch Spaß hat.

Konfuzius sagte einst:

"Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keine Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten."

Stimmt!

;-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen eine Uhr zeigen, die ich von einem sehr alten Uhrmacher mit erstanden habe:

Es handelt sich um eine ehemalige Flieger Borduhr aus dem Jahr 1939 mit einem Junghans J30 BZ Eindrückerchronographen.

Das Gehäuse wurde leider befeilt und eine Lünette fehlt, das Werk hingegen ist in einem sehr guten Zustand.

Diese Uhr hat nach Ihrem Einsatz im Krieg als Autouhr weiter viele Jahre die Zeit angezeigt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

dieses Jahr findet wieder die Internationale Antik Uhrenbörse in Furtwangen statt.

Vom 24 bis zum 26 August kann man nach Herzenslust wieder nach tollen Uhren, Ersatzteilen, Werkzeugen, Maschinen und Literatur Ausschau halten.

Ich werde auch wieder mit einem ganz kleinen Stand dort vertreten sein.

Hier der Link zur Webseite
 
Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,
 
in der Uhrentechnik gab es immer wieder Umbrüche und viel Innovation.
 
Heute möchte ich mal ein ganz besonderes Uhrwerk von der Uhrenfarbik Staiger aus St. Georgen im Schwarzwald zeigen.
 
Das erste Chrometron Uhrwerk wurde Mitte der 1960er Jahre entwickelt und ab 1967 produziert. Das Kaliber 875 ist der Nachfolger des 852. Es hatte einige Verbesserungen und konnte noch kostengünstiger hergestellt werden. Der Erfinder dieser Konstruktion war Reinhard Jäckle. Nach seiner Einstellung bei Firma Staiger meldete er diese Konstruktion als Gebrauchsmuster an.
 
Der Anker (gut an den roten Spulen erkennbar) wird durch einen elektromagnetischen Impuls ausgelenkt und durch eine Feder wieder zurückgestellt. Beim Auslenken betätigt der Anker einen Hebel, der 1. das Sekundenrad immer ein Stück weiter dreht und 2. über eine Blattfeder einen Impuls an die Unruhe gibt, sodass sie schwingt.
 
Beim Vorschwingen der Unruhe wird über die Blattfeder ein Kontakt geschlossen, der den elektromagnetischen Impuls für den Anker zum Auslenken gibt, sodass die Unruhe gleich wieder angestoßen wird.
 
Die Unruh als Taktgeber bekommt hier nur einen Impuls und kann sonst frei schwingen, aus diesem Grund kann man durchaus von einer Chronometerhemmung sprechen.

 

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

im Rathaus von Berlin Pankow findet man noch weit über 100 Jahre alte Uhrentechnik: Das alte Turmuhrwerk ist bis heute dort in Betrieb.
 
Es erfolgten in den vielen Jahrzehnten des Betriebes einige Umbauten, so gibt kein Pendel mehr den Takt an. Inzwischen ist hier ein Kippankerrelais
eingebaut, das Räderwerk wird heute durch eine funkgesteuerte Hauptuhr frei gegeben; dennoch ist das Meiste, was hier in Betrieb ist, über hundert Jahre alt.

Ich habe als Lehrling meine Schulpraktika immer in Turmuhr- und Glockenfirmen gemacht. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gesehen und gelernt.

Den Praktikumsbetreuern bin ich heute noch sehr für diese lehrreiche Zeit dankbar.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

auf meiner Arbeitsstelle in Berlin Mitte habe ich einen tollen Begleiter auf dem Uhrmachertisch:

Es handelt sich um eine kleine Uhr, die im Uhrenindustrie-Museum Schwenningen gefertigt wird. Der Rädersatz ist von einem Weckerwerk und die Uhr läuft einen Tag lang.

Ich habe großen Spaß daran, die Uhr auf meinem Tisch laufen zu lassen. Der Takt der Stiftankerhemmung hält mich immer in Bewegung und an der Arbeit.

Hier können Sie noch ein Video von meinem Besuch in diesem Museum sehen:

 

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

in Russland gibt es auch eine Uhrenindustrie.

Heute möchte ich mal ein Uhrwerk von der Uhrenfabrik Tschistopol (Wostok) zeigen. Josef Stalin ließ dieses Werk 1942 errichten, noch heute ist Wostok offizieller Lieferant für das russische Militär.

Das Kaliber 2605 wurde etwa Mitte der 1950 er Jahre gebaut. Es hat eine Breguetspirale und Genfer Streifen.

Hier kann man sehen, dass es auch sehr schöne Uhrwerke aus Russland gibt.

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