Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich Ihnen ein sehr wichtiges Werkzeug in der Uhrmacherei vorstellen: Es handelt sich um einen Steineinpressapparat von Horia.

Mit diesem Apparat kann man Lagersteine von Uhren einpressen und auch in der Höhe verschieben. Durch die Mikrometerschraube oben kann man hier sehr feinfühlig und genau arbeiten.

Manchmal muss man keinen Stein ersetzten, sondern die Höhenspiele einstellen. Damit kann man oft Streifungen im Räderwerk beheben und die Amplitude erhöhen.
 
Es gibt auch Steineinpressapparate mit einem Hebel, mit denen kann man auch viel erreichen, aber nicht ganz so schön feinfühlig.

Die Stempel zu dem Gerät sind am wertvollsten: diese kosten einiges mehr als der Apparat selbst!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zwei rohe, skelettierte Handaufzugwerke zeigen.
 
Man kann hier ein Unitas 6497 und ein ETA 2512 nebeneinander sehen.

Die beiden Uhrwerke haben eine Industrieveredelung und schauen so noch sehr langweilig aus. Sie können gespannt sein, was ich noch daraus zaubern werde. :-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

auf meiner Arbeitsstelle hatte ich das große Glück, mal eine Rolex Armbanduhr umgestalten zu dürfen.

Die GMT Master II wurde komplett entkernt, die Teile wurden PVD beschichtet und das Uhrwerk wurde neu arrangiert.

Brücken und Kloben wurden schwarz rhodiniert, das Sperrrad hat einen Glashütter Sonnenschliff erhalten und wurde ebenfalls schwarz rhodiniert.

Der Kopf einer neuen Rotorachse hat auch den Glashütter Sonnenschliff erhalten. Die Schraubenköpfhe wurden neu poliert und blau angelassen.

Diese Uhr kommt sehr düster daher und durch den neuen Glasboden kann man das dazu passende Werk bei der Arbeit betrachten.

Dieses Projekt hat mir sehr viel Arbeit abverlangt; ich bin wirklich froh, dass es nun abgeschlossen ist.

Auf jeden Fall war diese eine ganz neue und wichtige Erfahrung für mich.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

neulich bin ich bei eBay bei der Suche nach Turmuhren auf diese Schellackplatte hier gestoßen.

Ich habe die Schellackplatte erstanden und zum Digitalisieren eingeschickt. Ich selber war total gespannt, was sich hier für ein Lied hinter dem Titel verbirgt.

 

Es ist toll, dass man früher auch Lieder über Turmuhren verfasst hat.

 

Der Dirigent Otto Stenzel hat den Krieg überlebt und ist ist 1989 verstorben.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich Ihnen mal ein ganz besonderes Werkzeug zeigen: Es handelt sich dabei um ein Uhrmacherwerkzeug, womit man den Abfall und die aktive Länge der Unruhspirale bei dem AS1012 einstellen kann.

Das Uhrwerk ist sehr klein und mit diesem Werkzeug kann man sehr feinfühlig und sicher arbeiten.

Kleine Stifte greifen in das Werk ein und mit den Hebeln außen kann man dann die Einstellungen vor nehmen.

Das Werkzeug war Inventar der Hermann Friedrich Bauer Gmbh & Co KG. Nach einer Fusion mit der Walser AG im Jahre 2004, existiert das Unternehmen als die Bauer Walser AG noch heute.

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Werter Freund der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen ein besonderes Bild über Glashütte zeigen.
 
Das Bild wurde von einem Foto aus dem Jahre 2006 abgemalt.

Am 14. Februar 2006 war ich zum Einstellungstest an der staatlichen Uhrmacherschule Glashütte. Danach haben wir uns noch etwas dieses Dorf angeschaut.
Auf dem Gemälde können Sie mich mit 16 Jahren sehen, im Hintergrund sieht man den Kirchturm der Kirche aus Glashütte.
 
Das Bild hat meine Mutter gemalt, heute hängt es in meiner Werkstatt und erinnert an diese Zeit ( vor allem an viel Schnee...).

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Werter Freund der Uhrmacherei,

es gibt immer wieder große Probleme mit Rost in Uhren.
 
Zu oft gehen die Besitzer zu sorglos mit den Uhren um und die Folgen sind fatal.

Rost kann verschiedene Gesichter und Verläufe haben. Manchmal durchkriecht er schleichend so ein Uhrwerk und manchmal geht es sehr schnell.

Also achten Sie immer auf Ihre Uhr und vermeiden Sie immer den Kontakt mit Wasser!

Auch vermeintlich wasserdichte Uhren sind dies nicht für immer. Dichtungen werden alt und spröde oder durch andere Substanzen angegriffen, z.B.

Parfüm.
 
Mit den folgenden Bildern kann ich Ihnen anschaulich zeigen, wie sowas dann aussehen kann.

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Das Landeron 248 - Unterschiede zwischen den Jahren

Werter Freund der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal zwei Uhrwerke des gleichen Kalibers zeigen.

Manche Uhrwerke, wie hier das Landeron 248, wurden über viele Jahre hinweg gebaut. In dieser Schaffenszeit hat man immer wieder kleine Änderungen an den Werken vorgenommen.

Dies sorgt in der heutigen Zeit dafür, dass ein Ersatzteil für dieses Werk nicht immer passen muss. So muss man als Uhrmacher auch gleich noch mehr Angaben zu dem Werk machen.

Die wichtigste Umstellung war die Umstellung von einer normalen Lagerung der Unruh zu einer Lagerung der Unruh in Stoßsicherungsfuttern.

Das Landeron 248 auf der Basis des Landeron 48 wurde von 1937-1970 gebaut, also unglaubliche 33 Jahre am Stück!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Frauen sind für mich immer wieder faszinierend, sie haben eine ganz andere Art der Beziehung zu Ihren Uhren.

Ich bin gut auf die Damenwelt vorbereitet: Ersatzteile für Damenuhren habe ich in großer Stückzahl da.

Es ist unglaublich, was es alles für Damenuhrwerke gibt, heute nimmt kaum einer eine Notiz davon.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich einen kleinen Gegenwind dazu starten.
 
Ich lade Sie herzlich dazu ein, in der folgenden kleinen Bildergalerie etwas zu stöbern.

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Eine Omega Seamaster mit Kaliber 1342 aus dem Jahr 1979

Werte Freunde der Uhrmacherei,

viele Uhrmacher rümpfen ja die Nase über Quarzuhrwerke, dabei gibt es hier wirklich interessante Vertreter dieser Gattung!

In den Anfängen waren diese Uhrwerke sehr aufwändig in der Herstellung, dementsprechend hatten diese Uhren auch ihre Preise. Heute sind diese Uhrwerke selten anzutreffen.

Das hier gezeigte Omega Kaliber 1342 wurde von 1977 bis 1980 gebaut. Es ist in einer Omega Seamaster im typischen 70er Jahre Design verbaut.

Ich habe mich dieser Uhr angenommen und, nach sehr vielen Jahren des Stillstandes, wieder Leben in die Bude bekommen. Das Uhrwerk war komplett verdreckt, der Batteriebügel war zerbrochen und es fehlten ein paar Schrauben. Auf dem Bild mit dem blauen Rodico können Sie die groben Ablagerungen, die ich aus dem Werk geholt habe, sehen.

Die Batterie zu dem Werk gibt es nicht mehr zu kaufen. Ich habe eine Varta 329 mit einem kleinen Adapterring verbaut. So kann man die Uhr heute wieder betreiben.

Nach einer gründlichen Reinigung des Uhrwerkes läuft die Uhr wieder tadellos.

Eine Besonderheit stellt auch die Art des Zeigerstellmechanismus dar: Die Stunden kann man über die Krone in einer Schnellverstellung verstellen, so stellt man auch gleichzeitig das Datum ein.
Wenn man die Minuten einstellen will, dann muss man mit einem spitzen Gegenstand die Mitte der Krone gedrückt halten, so schaltet dann der Motor in einen Schnelllauf und die Minuten können auch eingestellt werden.

Für mich war dies eine sehr interessante Exkursion in die Anfangszeit der Quarzarmbanduhren.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen mal eine Armbanduhr im Rallye-Design der 70er Jahre zeigen.

Die Uhr hat ein toll gestaltetes Zifferblatt und ein dazu sehr gut passendes Spangenarmband aus Edelstahl. In der Uhr tickt ein Kaliber INT 7410 aus deutscher Produktion (DuRoWe).

Es handelt sich dabei um ein frühes Exemplar des Kalibers, dies kann man an dem separaten Sperrkegel erkennen. Mit dieser Information können wir die Uhr  genau auf das Jahr 1972 datieren.

Die Uhr wurde viel getragen und man kann der Uhr die Abnutzungen noch gut ansehen. Bei einer über 45 Jahre alten Uhr darf man aber auch sowas sehen. Es macht die Uhr nur interessanter und bringt nur mehr Faszination für diese enorme Arbeitsleistung über diesen vielen Jahre.

Das Uhrwerk wurde von mir überholt. Die Zahnräder sind hier teilweise blau angelaufen. Dies kann man auf die Verwendung einiger Reinigungsflüssigkeiten der Vergangenheit zurück führen. Das sieht nicht so gut aus, ist aber jetzt nicht für den Betrieb der Uhr tragisch. Die Teile wurden normal gereinigt und das Uhrwerk wieder montiert und geölt.

Heute noch hat diese Uhr gute Gangwerte und so eine Leistung kann sich doch, nach so vielen Jahren, wirklich sehen lassen!

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich konnte wieder eine Dresswatch fertig stellen.
 
Mit diesem Zifferblatt habe ich schon mal eine Uhr gebaut, hier hatte ich ein großes Gehäuse mit kanellierter Lünette verwendet.
Diese Uhr ist glatt und fein, das Uhrwerk ist hier zweifarbig gestaltet.

In der Uhr ist ein Unitas 6498, was von mir komplett veredelt wurde, verbaut.

Die Uhr hat einen Durchmesser von 43,5mm und einen Bandanstoß von 22mm. Das gute Stück ist 5 Bar Wasserdicht.

An der Uhr ist ein dunkelblaues Armband aus Kalbsleder montiert.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute brauchte ich mal wieder ein Werkzeug aus meiner Lehrzeit.

Dieses Werkzeug wird in der Uhrmacherschule als Ankerkorrektor bezeichnet, viele Uhrmacher kennen es aber auch unter dem Begriff: Paletten-Schieber-Platte.

Mit diesem Werkzeug kann man einen Anker gut auflegen und halten. Dann kann man unter der Platte eine Flamme laufen lassen und Ankerpaletten mit Schellack einlacken.

In der Lehrzeit sah das Werkzeug noch ganz anders aus. Inzwischen ist hier ein neuer Stiel und ein neuer Griff dazu gekommen. So gefällt mir das Werkzeug schon viel besser.

Nun ist das Werkzeug tatsächlich über 11 Jahre alt.

Die Zeit vergeht so rasend schnell, dieser Umstand macht mich immer wieder nachdenklich aber so ist es nun mal.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

Damen sind für mich ja eine Muse des Arbeitens und so mache ich auch immer wieder sehr gerne Damenuhren.

Diese Cartier Tank Uhren habe ich immer wieder mal zur Überholung. Das Quartzwerk, welches in Rubinen gelagert ist, kann man gut reinigen. Die Gehäuse sind oft aus Sterling Silber und dann vergoldet worden.

Ich poliere diese Gehäuse und vergolde die Gehäuse danach wieder, meist wird dann auch gleich das Glas erneuert.

So hat die eine oder andere Uhr von der Großmutter nun ein zweites Leben bei der Enkelin erhalten.

In dem Blogbeitrag finden Sie ein Bild von einer Cartier Tank, die noch nicht aufgearbeitet war. So hat die aufgearbeitete Uhr, die Sie hier sehen können, ausgeschaut.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

im Laufe der Jahre sind viele Taschenuhrwerke heimatlos geworden. Hier wurden meist die Goldgehäuse dazu eingeschmolzen.

Von einem 85-jährigen Uhrmacher konnte ich eine Sammlung Taschenuhrwerke bekommen, das eine oder andere Werk möchte ich reaktivieren.

Es ist so faszinierend, was es hier alles für Bauarten, Formen und Designs gibt.

Ich lade Sie herzlich ein, in meiner kleinen Fotosammlung zu dem Blogbeitrag ein wenig zu stöbern.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

früher gab es noch eine Unterscheidung zwischen dem urbanen Uhrmacher zum Landuhrmacher.

Diese haben meist größere Uhren und einfache Taschenuhren für die Bauern verkauft und gewartet. Ein kleines, tolles Überbleibsel aus dieser Zeit möchte ich Ihnen hier zeigen.

Es handelt sich um eine sehr alte Uhrmacherlupe die aus Kuhhorn gefertigt wurde. Die Lupe lässt sich sehr angenehm tragen.

Im Einsatz ist die Lupe bei mir aber sehr selten, die Lupe hat ein feines Plätzchen in meiner Vitrine erhalten.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

mein bester Freund aus Kindertagen hat mir zum bestandenen Meister ein super Geschenk gemacht: Es handelt sich um einen Kugelschreiber, den er selber graviert hat.

Er ist von Beruf her Industriemechaniker und hat eine eigene CNC Fräsmaschine.

Ich hab mich tierisch über das Geschenk gefreut, und ich nutze den Kugelschreiber sehr gerne!
 
Das Gute Stück hat einen Ehrenplatz auf meinen Uhrmachertisch bekommen und zu besonderen Ausstellungen nehme ich den Kugelschreiber für Notizen mit.

Wussten Sie das Caran d'Ache ein weltbekannter Hersteller von Bleistiften ist?

Der Name ist in Russland so allgegenwärtig, dass wenn man einen Bleistift möchte, man einfach nach einem Caran d'Ache fragt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich konnte für mich ein sehr schönes Turmuhrwerk erstehen.
 
Es ist seit Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb gewesen und ich werde hier im Blog von der Aufarbeitung berichten.

Das Uhrwerk ist komplett, sogar das Zifferblatt und das Zeigerwerk sind noch dabei!

Solche Stillleben haben auch eine gewisse Faszination.

In Bildform, für den Blog, ist dieser Moment also nun konserviert.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

der Beruf des Uhrmachers ist ja der Beruf der tausend Werkzeuge.

Heute möchte ich Ihnen mal ein Werkzeug vorstellen, was wirklich nützlich ist:

Mit diesem Zeigerhalter kann man Zeiger so spannen, dass man diese gut aufreiben kann, damit diese dann auch passend zum Zeigerwerk sind.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

auf der Arbeit habe ich einen Chef, der mit einem Umhang wirklich wie Dracula aussehen würde. Wir nennen ihn Hipstervampir und er stört sich zum Glück nicht daran.

Nun ist mir neulich ein Unitas in die Hände gefallen, was tief graviert ist. Hier kam mir die Idee, das Uhrwerk mehrfarbig galvanisch zu behandeln.

Meine Idee ist, wie ich finde, sehr gut aufgegangen:

Die Uhr kommt düster und gleichzeitig prunkvoll daher. Die Zeiger stammen aus fast 100 Jahre alten Beständen und kommen nach so vielen Jahrzehnten des Ruhens zum Einsatz.

Mein Chef auf der Arbeit findet die Uhr super und fühlt sich geehrt, dass er der Ideengeber für diese Uhr war.

Für mich ist diese Uhr die perfekte Mischung aus Prunk und Gruft, genau so wollte ich die Uhr haben.

Die Uhr hat ein Unitas 6497 mit einer edlen Schraubenunruh und einer Triovis Feinregulierung. Kron- und Sperrrad wurden mit dem Glashütter Sonnenschliff versehen und
blau angelassen. Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 42 mm und ist mit Saphirgläsern versehen worden.

Nun liegt die Uhr in Ihrer Holzgruft und wartet auf die nächste Nacht.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute sieht man in den Straßen von Berlin viele junge Menschen, die nicht wissen was sie mit Ihrem Leben anfangen sollen.

Viele studieren dann irgendwas und sind unglücklich. Bei mir war das anders.

Mein Opa war Zimmermann und Schlosser, er liebte es, etwas zu erschaffen und seine Arbeit sehen zu können.

Er baute an vielen Wohnungsprojekten des Berliner Senates mit und wurde dann später Schulhausmeister.

Ich fing mit 11 Jahren das Sammeln von Uhren an und machte daraus später meinen Beruf.

Ein Handwerk kann man mit so vielen Facetten ausbauen und zeigen. Man kann viel dabei lernen und es wird nie langweilig.

Die meiste Zeit unseres Lebens arbeiten wir, da sollte man sich diese Zeit so gut es geht gestalten, sodass man daran auch Spaß hat.

Konfuzius sagte einst:

"Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keine Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten."

Stimmt!

;-)

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

hier möchte ich Ihnen eine Uhr zeigen, die ich von einem sehr alten Uhrmacher mit erstanden habe:

Es handelt sich um eine ehemalige Flieger Borduhr aus dem Jahr 1939 mit einem Junghans J30 BZ Eindrückerchronographen.

Das Gehäuse wurde leider befeilt und eine Lünette fehlt, das Werk hingegen ist in einem sehr guten Zustand.

Diese Uhr hat nach Ihrem Einsatz im Krieg als Autouhr weiter viele Jahre die Zeit angezeigt.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

ich bin ja ein großer Fan von Frauen.

Meiner Meinung nach wird in der Uhrenindustrie zu wenig für Frauen geboten. Dabei hab ich immer wieder auch an Uhren interessierte Frauen kennen gelernt.

Neulich hab ich eine wunderschöne Damenuhr aus den 90er Jahren in die Hände bekommen. Diese Uhr hat einen Durchmesser von feinen 25 mm.

Es handelt sich um eine Revue Thommen Damenuhr aus der GT 1885 Serie mit dem MSR K1 Uhrwerk bzw. Revue Thommen GT 12 Uhrwerk.

Für mich ist diese Uhr eine gelungene Form von Gleichberechtigung.

Die Uhr hat ein mechanisches Werk und einen Glasboden, das Uhrwerk hat auch feine Zierschliffe und eine schöne Vergoldung der Platinen, Kloben und Brücken.

Ich für meinen Weg, möchte auf jeden Fall in Zukunft immer wieder auch Damenuhren bauen.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

heute möchte ich mal einen lustigen Auswuchs der Uhrenindustrie vom Ende der 60er Jahre zeigen.

Damals dachten die Leute, je mehr Steine eine Uhr hat, desto besser ist diese dann von der Qualität her.

Dies führte dazu, dass Hersteller von Uhren gemogelt haben bis sich schon die Unruhwelle verbogen hat.

Hier können Sie sehr schön sehren, wie das Stundenrad mit sehr vielen flachen Decksteinen versehen wurde. Dies schaut gut aus, hat aber absolut keinen technischen Nutzen.

Später wurde dann diese Praxis unter Strafe verboten und der Spuk hatte ein Ende.

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Werte Freunde der Uhrmacherei,

immer wieder mal kommen Leute mit Ihren alten Taschenuhren von der Verwandschaft.

Diese wurden meist über Generationen weiter gereicht.

Nun war nicht jeder Arbeiter wohlhabend und konnte sich eine sehr gute Uhr leisten. Die Taschenuhren mit der Zylinderhemmung waren für die Arbeiterklasse und sind
heute noch in großer Stückzahl vorhanden.

Ich mache immer wieder mal so eine Uhr, nicht wegen der Technik, die dort drinnen verbaut ist. Mir geht es viel mehr um das Strahlen der Besitzer, wenn die Uhr wieder in Aktion gezeigt werden kann.

Diese Uhr hier hat 2 Weltkriege überlebt und sieht immer noch sehr rüstig aus.

Diese Uhren kann man heute nicht mehr so genau laufend her richten.

Dafür kann man aber die Uhren so herrichten, dass man diese auch mal in Aktion zeigen kann.

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